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Gartenanlage für dementiell erkrankte Menschen  Immer streben Menschen nach Orientierung, damit sie sich in der Umwelt zurechtfinden können. Die Orientierung ist das Bindeglied zwischen persönlicher Innenwelt und umgebender Außenwelt. Wenn die Fähigkeit nachläßt zwischen Innen- und Außenwelt zu unterscheiden, schwindet die Möglichkeit, sich mit sich und sich in der Umwelt zurechtzufinden. Ohne Orientierung fühlen sich Menschen ausgeliefert, verunsichert, verängstigt, verlassen. Bedingt durch eine dementielle Erkrankung erfahren immer mehr Menschen im fortgeschrittenen Alter ein Schwinden ihrer Orientierungsfähigkeit. Da nach derzeitigen Kenntnissen und Wissensstand der Prozess einer dementiellen Erkrankung nicht heilbar ist, muß dementsprechend der Lebensraum für diese Menschen angepasst wie auch gestaltet werden, so dass sie sich nicht verängstigt, verunsichert, ausgeliefert, verlassen und orientierungslos fühlen.
In den letzen Jahren sind in unserem Haus eine Vielzahl von Ansätzen zur Anpassung der Umwelt an die besonderen Einschränkungen dementiell veränderter alter Menschen entstanden. In diesen milieugestalteten Ansätzen ging und geht es darum, die räumliche, soziale, sensorische und emotionale Umwelt und somit den Alltag für demente alte Menschen so zu gestalten, dass sie sich aufgehoben, ernstgenommen und gewertschätzt fühlen. Durch die Anwendung des Konzeptes der integrativen Validation (nach Naomi Feil), der basalen Stimulation und der individuellen tagesstrukturrierenden Maßnahmen ist unser Haus bemüht, diesen Anforderungen immer besser gerecht zu werden: Die integrative Validation umfasst den wertschätzenden Umgang mit dementiell Erkrankten, das Respektieren ihrer Persönlichkeit und Würde sowie das Eingehen und Akzeptieren ihrer Gefühlsäußerungen. Mit basaler Stimulation ist es möglich, den verwirrten Menschen durch gezielte Berührungen und Bewegungen Kraft zu geben, seinen eigenen Körper und seine Körpergrenzen wieder zu spüren. Durch diese und weitere Maßnahmen soll eine vertrauensvolle Atmosphäre geschaffen werden, in der sich der demente Heimbewohner wohl, akzeptiert, geborgen und sicher fühlt.
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